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Max Schmerler

Max-Schmerler-Biografie

2023 jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag von Max Schmerler (1873–1960), einem der namhaftesten Mundartdichter des Vogtlandes und Sachsens. Geboren in Zwota, verbrachte er fast 60 Jahre seines Lebens in Dresden, wo er als Lehrer tätig war. Der Journalist Thorald Meisel hat eine Biografie über Max Schmerler geschrieben, die gleichsam ein Spiegelbild der Mundartliteratur in den Jahren 1900 bis 1960 ist. Das Buch soll 2023 erscheinen.

Als Vorabdruck veröffentlicht der Heimatverein Zwota ein Kapitel, dass die Zeit zwischen 1920 und 1934 beleuchtet.

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Fast vergessen – und wiederentdeckt

In der Februar-Ausgabe 1920 von „Die neue Heimat – Monatsschrift für die sächsischen Lande“ veröffentlichte ein damals 29-jähriger Lehrer mit dem Namen Albert Zirkler einen Beitrag unter dem Thema „Von der Mundartdichtung in den sächsischen Landen“. Darin nannte er Willy Rudert aus Falkenstein als echten Nachfolger von Louis Riedel.

Max Schmerler war für ihn ein ausgezeichneter Heimat- und Mundartdichter, der in kleinen sächsischen Dorfgeschichten – „Aus dem Musikwinkel“ – die Bewohner des Geigenlandes schildere. „Das Beste aber, was er in seiner heimischen Übergangsmundart geschrieben, ist das Büchlein ,Bergwasser‘ … Charakteristisch für Schmerler ist der schwermütige, nachdenkliche Zug, der sich erklärt aus dem tiefen Heimweh, aus dem ,Durst nach der Musik‘ seiner Heimat. ,Bergwasser‘ ist zur Zeit die beste Sammlung sächsischer Mundartgedichte. Schmerler hat hier und da ähnliche zarte und innige Töne gefunden wie Klaus Groth, den er sich zum Vorbild genommen.“

Besagter Albert Zirkler (1891–1971) sollte die nächsten vier Jahrzehnte eine wichtige Rolle im literarischen Schaffen von Max Schmerler spielen. Zunächst Lehrer in Meißen und Dresden, von 1945 bis 1956 dann in Radebeul, gab er 1927 das „Hausbuch sächsischer Mundartdichtung“ in Leipzig heraus, wodurch er die Mundartpflege in Sachsen wesentlich förderte und zu einer Aufwertung der sächsischen Mundarten beitrug. Zirkler war sehr umtriebig und kümmerte sich wie ein Manager um die Propagierung der Autoren. Dazu baute er im Laufe der Jahre ein Informationsnetz auf, über das vor allem die Presse mit Hinweisen zu Neuerscheinungen und Autorenjubiläen versorgt wurde. Seine Besprechungen zu Schmerler begannen dabei meist mit dem Standartsatz: „Droben, in den waldumrauschten Bergen des Vogtlands, am Oberlauf der Zwota, ist Max Schmerlers Heimat …“

Während der Herrschaft des Nationalsozialismus wurde Zirkler unter anderem Hauptreferent für Mundartschrifttum im Heimatwerk Sachsen, womit aber politisch keine nennenswerte Bedeutung verbunden war. In der DDR gehörte er dem Deutschen Schriftstellerverband an und übernahm auf der Gründungsversammlung des Arbeitskreises zur Pflege der erzgebirgischen und vogtländischen Mundart am 17. und 18. November 1956 in Schneeberg zunächst dessen Vorsitz. Leitungsmitglieder aus dem Vogtland waren Dr. Friedrich Barthel aus Falkenstein (1903–1989) und Ilse Jahreis aus Netzschkau (1921–1992).

Auch der Germanist und Schriftsteller Friedrich Schön (1879–1946 oder 1949) verwies damals in seiner dreibändigen Ausgabe „Geschichte der deutschen Mundartdichtung“ (Freiburg im Breisgau 1920/21) auf Schmerler und nannte ihn einen Vertreter der Lyrik, dessen Mundart manchmal „eher hochdeutsch“ klinge. Im Gedicht „De Mutterhand“ sah auch Schön, dass sich Schmerler an Klaus Groth orientiert habe.

In den 1920 erschienenen „Neuen Jugendblättern“, herausgegeben vom Sächsischen Pestalozzi-Verein, war Max Schmerler mit der in Hochdeutsch gehaltenen Erzählung „Der Kreuzschnabel“ vertreten. In dem Text mit erkennbaren biografischen Zügen geht es auch im die Vogelstellerei, die in Schmerlers Kinderzeit im oberen Vogtland weit verbreitet war. Das Zusammenleben von Mensch und Tier sollte Schmerler immer wieder beschäftigen. Auch an die in Berlin herausgegebene Kinderzeitung „Hänsel & Gretel“ sowie Vobachs Frauen-und Moden-Zeitung (Berlin und Leipzig) schickte er regelmäßig Beiträge.

Veröffentlicht hat Max Schmerler auch Prosa im Jugendheft „Treuhilde“, welches in Berlin im Verlag des Vereins für soziale Ethik und Kunstpflege erschien. Es galt als weibliches Gegenstück zu „Jung-Siegfried“. In der Dezember-Ausgabe 1920 erschien in „Treuhilde“ die bereits erwähnte Erzählung „Hannes, der Christkindsucher“. Im September 1926 folgte dort beispielsweise die Tiergeschichte „Rotscheck“, im Juli 1927 „Schwester Anna“.

Dass er sich mit seinen Texten vielfach nach Berlin und Leipzig wandte, hatte als Ursache im Fehlen einer breiten literarischen Basis in seiner Wahlheimat Dresden. Dort erschienen lediglich Blätter wie die „Mitteldeutschen Monatshefte – Jahrbuch für volkstümliche Kunst und Wissenschaft in den obersächsischen Landen“. Schmerler war dort 1921 mit der Erzählung „Im Geigenland“ vertreten, in der er sich mit dem Instrumentenbau in Markneukirchen und Klingenthal beschäftigte.

Es dürfte die Anerkennung von Zirkler im Jahr 1920 gewesen sein, die Max Schmerler veranlasste, nach längerer Pause wieder einen Mundart-Band vorzubereiten. Im Spätherbst 1922 war es soweit:

Max Schmerler, „Druhm beruns“. Ernste und heitere Geschichten aus dem sächsischen Musikwinkel.Die dreizehn Erzählungen des aus Zwota stammenden Verfassers sind in der vogtl.-erzgebirgischen Uebergangsmundart des oberen Zwota- und Brunndöbratals geschrieben und bilden die Fortsetzung und Ergänzung der Geschichten „Aus dem Musikwinkel“ (Meyers Volksbücher Nr. 1693) desselben Verfassers. Durch das schmalrückige grüne Heimatbüchlein zieht sich das tiefe Verknüpftsein der Waldmenschen mit Musik, die innige Liebe zur Scholle, zu Tier- und Pflanzenleben, zu Wald und Flur, aber auch zu Spott und derbem Humor. Die Wald- und Bergbewohner am Kiel und Aschberg, um Kottenheide und Schwaderbach, wie sie leben und lieben, leiden und hassen, darben und schaffen.

So heißt es in der Besprechung von Paul Apitzsch (1873–1949), die am 21. Dezember 1922 im „Vogtländischen Anzeiger“ erschien.

Eine weitere Ankündigung des Büchleins brachte am 29. Dezember in der „Klingenthaler Zeitung“ – verbunden mit der Frage „Wer ist Max Schmerler?“ Der ungenannt gebliebene Autor beantwortet sie selbst: „Manchem ist er vielleicht schon aus seinen ,Geschichten aus dem Musikwinkel‘ oder seinem Werk ,Bergwasser‘ bekannt“.

Das 96 Seiten umfassende Bändchen ist aber kein klassisches Mundart-Buch. Von den 13 Geschichten sind fünf in Mundart gehalten, in „Bärs Totenwacht“ lässt Schmerler die Akteure Mundart sprechen. Sieben Geschichten sind in Hochdeutsch gehalten. Immer wieder drehen sich, wie im 1913 erschienenen „Aus dem Musikwinkel – Sächsische Dorfgeschichten“, die Themen um den Instrumentenbau in Klingenthal und Zwota, wobei Schmerler detailgetreu die Arbeit der Geigenmacher und der Heimarbeiter für Harmonikabranche schildert.

In der Hauptgeschichte „Heimkehr des Franz Walser“ geht es um einen jungen Mann aus einem Dorf, der mit Wandermusikanten aus dem böhmischen Pressnitz in die Welt zieht, von seinem Vater verstoßen wird, und in der Welt zu einem namhaften Musiker wird. In „Der Ausprobierer“ verarbeitet Schmerler auch Ereignisse aus dem gerade erst zu Ende gegangenen Weltkrieg – von zwei, seit Kindesbeinen verbundenen Freunden stirbt einer im Lazarett an seinen Verwundungen, der andere erblindet bei einem Gasangriff.

Die Veröffentlichung von „Druhm beruns“ erfolgte mitten in der Inflationszeit und einer Phase, in der die noch junge Weimaer Republik politisch und wirtschaftlich im Chaos zu versinken drohte. Diese Situation dürfte erklären, warum das Büchlein von Schmerler scheinbar nur wenig Beachtung fand.

Obwohl Max Schmerler – neben dem Falkensteiner Willy Rudert – auch in dem 1924 ebenfalls von Albert Zirkler herausgegebenen schmalen Bändchen „Mundartsagen aus Sachsen“ (Hermann Hillger Verlag, Berlin-Leipzig) vertreten war, wurde es um ihn zunächst still im Vogtland.

Kinderbücher legte er aber weiter auf. In Leipzig erschien 1925 im Verlag Hegel & Schade das Märchen „Die Himmelssucher“, 1926 „Lustige Bilder mit Versen“ und 1927 „O, wie schön, o, wie schön, feine Bilder anzusehen“. Illustriert wurden diese Bücher meist von Pauli Ebner (1873–1949), einer in Wien lebenden Malerin und Illustratorin.

Aus dem bereits 1920 veröffentlichten Text „Hannes, der Christkindsucher“ entstand ein Weihnachtsspiel, das 1933 ebenfalls in Leipzig veröffentlicht wurde. 1934 ließ er dem „Seelchens Weihnachtsreise“ folgen, das ebenfalls als Weihnachtsspiel angelegt war. Beide Arbeiten sind im Nachlass erhalten.

Als 1927 der bereits erwähnte Sächsische Pestalozzi-Verein das Buch „Bunte Bilder aus dem Sachsenland“ herausgab, war Max Schmerler mit dem Beitrag „Land der Geigen“ vertreten, in dem er sich erneut mit der Tradition des Musikinstrumentenbaus in der Region um Markneukirchen und Klingenthal befasste, der er den Namen „Musikwinkel“ gegeben hat.

Auch wenn Max Schmerler 1929 neben Albert Zirkler als Mitherausgeber eines „Volksbuches sächsischer Mundartdichtung“ verzeichnet ist, für Mundartbeiträge in den Programmheften für das Gau-Turnfest 1924 in Klingenthal oder die Deutschen Ski- und Heeresmeisterschaften 1929 am Aschberg griffen die Veranstalter stets auf Texte vom Klingenthaler Oswald Pöhland zurück. Auch das 1925 erschienene Buch „Mei Klingentholer Hamet“ enthält nur Mundartbeiträge von Pöhland. Selbst Kurt Erich Dörfel „übersah“ für seine 1930 erschienene „Geschichte der Orte des Amtsgerichtsbezirks Klingenthal“ das Schaffen von Max Schmerler, und nahm für die „Proben heimatlicher Literatur“ ebenfalls nur Texte von Oswald Pöhland auf.

Nicht mehr in Erscheinung getreten ist nach dem Ersten Weltkrieg der gebürtige Klingenthaler Kurt Meyer, der 1913/14 in Plauen lebte und in „Unser Vogtland“ mit Mundartexten und als Sammler von Rundas sowie mit Beiträgen über Kottenheide vertreten war. Seine Spur verliert sich im Ersten Weltkrieg.

Ein Autor mit dem Pseudonym „lieb“ veröffentlichte 1928 qualitativ hochwertige Mundarttexte in der „Klingenthaler Zeitung“ und im „Falkensteiner Anzeiger“, darunter eine Sage um den Topasfelsen Schneckenstein. Wer sich hinter „lieb“ verbirgt, ließ sich bislang nicht ermitteln. In Zwota war „Lieb“ ein Spitzname für die Familie des Blockflötenmachers Otto Schneider (1890-1978). Ob Max Schmerler unter dem Pseudonym veröffentlichte, ist nicht belegt. Allerdings heißt es in einem von Verlagschef Gustav Bergmann unterzeichneten Brief der „Klingenthaler Zeitung“ vom 20. Januar 1931 an Schmerler, dass man sich für die gelegentlichen kleinen Beiträge bedanke: „Wir haben sie gern verwendet“. Zu den von Schmerler nachweislich zum Jahresende 1930 eingesandten Texten gehörte unter anderem das „Schneelied“.

Außerdem stellte Max Schmerler in jenen Jahren unter dem Titel „Aus suchender Seele“ einen Band mit religiöser Lyrik aus seiner Feder zusammen, der unveröffentlicht blieb. Ebenfalls nur als handschriftliches Manuskript erhalten ist ein Band mit 69 Gedichten für Kinder unter dem Titel „Aus Stadt und Dorf“.

Im Kürschner‘schen Lexikon von 1926, dem ausführlichsten und umfangreichsten Verzeichnis deutscher Schriftsteller, ist zwar Zirkler vermerkt, nicht aber Schmerler.

Max Schmerler rückte in seiner vogtländischen Heimat zunächst wieder etwas mehr ins Blickfeld, als der aus Dresden stammende Bühnenautor Felix Renker (1867-1935) im Sommer 1931 nach einem Besuch in Zwota die Idee verwirklichte, für die im Jahr zuvor eingeweihte Waldbühne auf dem Herrenberg historische Theaterstücke zu schreiben. Dazu holte sich Renker auch lokalhistorische Informationen bei Schmerler, was er im Vorwort des Stückes „Die wir aus rauher Wurzel sind entstanden“ besonders erwähnt.

Das Schauspiel zur Geschichte der Gründung von Zwota 1631 erlebte seine viel beachtete Uraufführung in der Sommerspielzeit 1932. Rund 120 Akteure traten dabei in historischen Kostümen auf. Das Stück wurde in den Folgejahren noch mehrfach aufgeführt.

1933 folgte aus Renkers Feder das Stück „Das klingende Tal“, das den Musikinstrumentenbau in der Region zu Inhalt hatte, 1934 dann „Ein lustiger Krieg“ über eine 19 Jahre dauernde Bierfehde zwischen den Familien derer von Boxberg aus Klingenthal und und der Mangolds aus dem benachbarten Brunndöbra.

Dabei entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen Renkner und Ernst Ubel (1898–1960) dem Konzertmeister des Klingenthals Stadtorchesters. Ubel baute in den Schauspielen historisches Liedgut ein, das von Chören vorgetragen wurde. Bis zu 8000 Besucher lockte die Waldbühne in der Sommersaison nach Zwota.

Renkers Tod am 8. März 1935 setzte der Zusammenarbeit mit der Volksspielkunstgemeinschaft Zwota ein Ende.

Ebenfalls 1932 erschien im Leipziger Verlag Arwed Strauch „Freut Euch“ mit Weihnachtsdichtungen zum Schulgebrauch für die weihnachtsfeiernde Jugend, in dem Max Schmerler mit dem Gedicht „Engel, ihr habt es fein“ vertreten war.

Engel, ihr habt es fein!
Dürft stets beim Christkind sein
Und beim Knecht Ruprecht.
Lest ihm die Briefe vor,
macht Ruprecht auf das Tor,
wenn er müd‘ heimkommt.
Zieht ihm die Stiefel ab,
schleppt Filzschuh her im Trab,
stopft ihm die Pfeife.
Langt ihm das Spielzeug zu,
dass in aller Ruh‘
tief in den Sack steckt …

(Auszug)

Als Paul Apitzsch im Oktober 1933 zum 60. Geburtstag von Max Schmerler im „Vogtländischen Anzeiger“ einen Beitrag über den Lehrer und Dichter veröffentlichte, wurde man im Vogtland – quasi über Nacht –wieder auf den „verlorenen Sohn“ aufmerksam. Hinzu kam die Tatsache, dass die im Frühjahr 1933 in Deutschland an die Macht gekommenen Nationalsozialisten das Thema der Heimat mit Erfolg für ihre politischen Zwecke in Anspruch nahmen. Auch Max Schmerler gehörte zu den Autoren, die nunmehr umworben wurden - in Dresden, wie im Vogtland.

In der Januar-Ausgabe 1934 von „Frisch auf“, dem vom Verband Vogtländischer Wandervereine herausgegebenen Heimatblatt, erschien dann auch nachträglich ein Beitrag von Paul Apitzsch zum 60. Geburtstag von Schmerler. In der Dezember-Ausgabe war Schuldirektor i. R. Julius Tischendorf aus Netzschkau (70), Kurt Arnold Findeisen (51) und Paul Apitzsch (60) als namhaften Vogtlandfreunden zum Geburtstag gratuliert worden.

Am 22. Januar 1934 fand an der Zwotaer Schule der erste Max-Schmerler-Abend statt. Schulleiter Fritzsch entschuldigte sich beim Schriftsteller in einem Brief vom 13. Januar, dass die Veranstaltung nicht wie geplant schon vor dem Weihnachtsfest 1933 stattgefunden habe: „…aber durch die große Inanspruchnahme der Schulkinder durch andere Veranstaltungen (Jungvolk, BDM u. s. w.) mussten wir ihn immer schieben.“

Den Abend gestalteten Schüler der Klassen 1 bis 3. Vorgetragen wurden Texte wie „Wasser vom Berge“ (Lotte Eichelberger), „Vaterhaus und Mutterherz“ (Hannchen Schlott), „Haamkranket“ (Leistner), „Pfingstmaien“ (Hannchen Schlott), „Hutzenstumlied“ (Kinderkirchenchor), Schwarzbeerlied (Ursula Schlott u.a.), „Erdeppelgrom“ (Ilse Uebel u. a.), „Schlummerlied“ (Anni Ludwig), „Der Soklaaft aus“ (Windisch), „Der letzte Schnapper“ (Kurzenberger).

„Der Verlauf des Abends hat einen sehr guten Anklang gefunden und wird sicher auch von nachhaltiger Wirkung sein. Es besteht der Wunsch, dass auch Sie selbst einmal in einem Abend vor unseren ,Zwotigern‘ sprechen…Ich kann Ihnen versichern, dass die Heimat sie nicht ganz vergessen hatte, und nun erst recht nicht vergessen wird. Wie sie bereits durch Herrn Eichelberger wissen werden, soll eine Ruhebank aufgestellt werden, eine „Max-Schmerler-Bank“, schrieb Schulleiter Fritzsch am 26. Februar an Schmerler.

Besagte Bank, die am ehemaligen Schmerler-Wald oberhalb der Bäckerei seines Vaters stand, wurde im Sommer 1934 im Beisein von Max Schmerler eingeweiht. Von dort bietet sich ein wunderbarer Blick auf das Zwotatal.

Der Bäckn-Max widmete aus diesem Anlass der Gemeinde Zwota sein „Zwotelied“. In den Folgejahren veröffentlichte die „Klingenthaler Zeitung“ in ihrer Wochenende-Beilage nun regelmäßig Mundarttexte von Max Schmerler.

Auszug aus dem Zwotelied

Mei Zwote

Wo mei Hamet is? Ich will’s Eich sohng;
Wo mei Mutter mich als Könd getrohng;
Wo se schie mich ön dr Wieg hot g’hetscht;
Wo ich ho so gern ön Dreck röm gmätscht;
Wo mei Vater oft ons Maad un Boss‘n
Auf dr Achsel drum hot reit’n loss’n;
Zwote, mei Hamet, wie bie ich dir gut,
dei ghär ich ömmer, mit Leib, Seel und Blut …

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